1. Die Qual
1. Was ist die Qual?
Es gibt sieben Arten von Qualen: Qual des Körpers, Qual der Veränderung, Qual der Bedingtheit, Qual des Geistes, Qual des Egos, Qual des Lebens, Qual der Qual. Das Leben selbst ist Qual: Geburt, Arbeit, Trennung, Alter, Krankheit, Tod.
2. Wie entsteht die Qual?
Durch Unwissenheit, Lebensdurst, Haften an Dingen, Gier, Hass und Verblendung.
3. Wie kann die Qual überwunden werden?
Durch Aufgeben des Wiederstandes.4. Auf welchem Weg soll dies erreicht werden?
Auf dem Weg der Congrega Desmotes.

Was ist die Ursache für Qual?
Unser Identitätsgefühl ist die Ursache aller Qual. Unser ungeübter Geist ist unfähig wahrzunehmen, dass Seher, Gesehenes und Sehen sich gegenseitig bedingen. Sie existieren nicht unabhängig voneinander und auch nicht alleine aus sich heraus. Des hohen Vaters Erklärungen decken sich übrigens mit den Erkenntnissen der Relativitätstheorie und Quantentheorie, nach denen die Eigenschaften der Materie abhängig vom Beobachter ist. Es ist das Dilemma der Subjektivität der Erkenntnis.
Durch diese Unwissenheit entsteht die Erfahrung von Dualität. Wir teilen die Welt in „Ich“-Innenwelt und „Du“-Außenwelt. Obwohl die Dinge sich ständig verändern, halten wir an unserer Vorstellung fest, dass sie wirklich, beständig und von uns getrennt sind. Die Aufgabe dieser Dualitätsvorstellung und ihre Identifikation damit führt zur Erleuchtung.

Was bedeutet Welt der Phänomene und implizite Ordnung?
Sucht man nach etwas Zeitlosem und Beständigem, so findet man nichts. Alle Objekte sind leer von Eigenexistenz. Die Objekte sind aber auch nicht Nichts. Das trifft auch auf die Welt zu. Sie ist definitiv vorhanden und ist greifbar, genau wie wir. All das existiert. Doch was ist das „Ich“? Sucht man danach, so lässt sich nichts festmachen, was man als Ich bezeichnen kann. Das Ich ist leer von Eigenexistenz. Es ist weder beständig noch fest, so wie alles, was uns umgibt. Wir können uns mit unserem Namen, Eigenschaften und unserer Geschichte etikettieren, genau wie einen Baum.
Doch was liegt dahinter? Was bin ich wirklich und was nicht? Dies ist bereits das Denken der Dualität und somit der Weg in die Qual. Unser Geist ist in seiner wahren Natur offen wie ein Raum, eine Art zeitloser Behälter, der alles ist. Der Geist bleibt jenseits von Tod und Zerfall und somit Jenseits der Welt der Phänomene. Er besteht in der impliziten Ordnung, welche sich stets neu zu sichtbaren Phänomenen formt. Der Körper und die Identität sind Form. Der Geist ist dies nicht.

Was bedeutet Erleuchtung?
Die Welt der Phänomene wird als kollektiver Traum bezeichnet, eine vom kollektiven Geist geformte Verknüpfung von Ordnungsträgern. Die implizite Ordnung ist der Ort, an den wir gelangen, wenn wir „träumen“, in der desmotischen Begriffswelt bezeichnet als Erwachen oder Erleuchtung.
Ziel aller desmotischen Bestrebungen ist die Erleuchtung. In diesem Zustand lösen sich unsere begrenzten Vorstellungen und Begriffswelten auf. Wir denken nicht mehr in Entweder-oder-Kategorien, sondern sind mit allem verbunden und verweilen bewusst im Hier und Jetzt. Wir sprengen unsere Ketten.
Eine grundlegende Praxis der Desmotes Religion ist das Erlernen des luziden „Träumens“, ein bewusster und erwachter Traum, in welchem der Desmot, im Traum Kundaline genannt, die Natur der impliziten Ordnung spüren kann. Die erste luzide/erwachte/erleuchtete Träumerin war Eva, das Mädchen des Traums. Trotz ihrer Existenz als Mensch der zweiten Zivilisation hatte sie, aufgrund ihrer genetischen Verwandtschaft mit der Kundalini Schlange Zugriff auf den siebenten Sinn der Erkenntnis, der ihr die Macht gab, zu träumen und zu erwachen.